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Little Atlas - Wanderlust

The Ballad of Eddie Wanderlust (7.34)
Higher (9.37)
Weariness Rides (6.25)
The Prisoner (10.41)
Home (6.41)
On and on (5.53)
Mirror of Life (5.28)
Wanderlust ist der bereits dritte Output der aus Miami stammenden Band. Der direkte Vorgänger Surface Serene wurde ja in der Szene ein wenig abgefeiert, was ich allerdings nie so ganz nachvollziehen konnte. Mir offenbarten sich jene Songs irgendwie zu belang- und ziellos. Dafür ist es umso überraschender, dass das neue Album Wanderlust bedeutend interessanter und abwechslungsreicher daherkommt. Ein wahres Hörvergnügen, in der Tat. Auch hab ich mich mittlerweilen an die Stimme des Keyboarder und Sängers Steve Katsikas gewöhnt. Recht sphärisch beginnt The Ballad of Eddie Wanderlust, um uns dann aber die volle Wucht an Progressivität an den Kopf zu werfen. Was in den 7 ½-Minuten abgeht, ist ja erstaunlich. Ein bisschen Singer/Songwriter à la Spock's, ein wenig Genesis, dann Floyd, gemischt mit dem typischen Little Atlas-Stil. Higher, ein weiteres Highlight an progressiven Elementen, immer wieder Abwechslung im Bereich der Keyboard-Sounds und der Gitarren. Schön auch, der in den Vordergrund gemischte Bass während der ersten Strophen. Starkes Synthsolo und Genesis-Gitarrenschnipsel verleiten dem Song die nötige Würze. Ab Minute 6 erinnert mich das ganze auch extrem an ihre amerikanischen Landsmänner IZZ. Wow. Kompliment. Sehr sphärisch mit bedrohender Wirkung beginnt das dritte Stück Weariness Rides. Driftet dann ein bisschen in die Seventies ab. Klingt wie eine Mischung aus Rush/Genesis und Spock's Beard. Dann die Vokal-Arrangements in der Mitte à la Spock's sind gekonnt erarbeitet. Gefolgt von einem wirren Synthi-Solo. The Prisoner eröffnet mit Bombast. Steve singt seine Lyrics mit Hang zur Agressivität, beinhaltet aber Verzweiflung. Die Musikarrangements passen sich dem Text erstaunlich gekonnt an. Auch hier wird viel Abwechslung im Sound geboten. Rhythmi-Wechsel unterstreichen die verschiedenen musikalischen Themen. Gitarrensoli duellen sich mit Synthisoli à la IZZ. Very interesting!! Und wiederum fängt ein Stück etwas geheimnisvoll an. Auf bedrohliche Gitarreneffekte folgen beatleseque Mellotron-Flötenakkorde, wobei Steve's Gesang einsetzt. Mit laufender Spielzeit gewinnt der Song an Dynamik. Auch hier werden wieder verschiedene Stile ineinander geflochten. Das Zuhören macht Spass und erzeugt eine ungeheure Spannung. on and on eröffnet wiederum mit wuchtigem Bombast um dann in eine etwas belanglose Komposition im besten Surface Serene-Stil abzudriften. Gott sei Dank ändert sich die Richtung schon bald und man bekommt einen wunderschön arrangierten instrumentalen Musikpart geboten. Gefolgt von einem mit der nötigen Agressivität gespickten Gesangsteil, wird wiederum das Eröffnungsthema angespielt. Dieser Track ist übrigens auch als Live-Video im Multimedia-Part der Cd abspielbar. Mirror of Life ist der obligatorische Abschluss der Achterbahnfahrt dieser Cd. Es geht bedeutend ruhiger zu und her. Es handelt sich um eine schöne Rockballade mit interessanten Soloeinlagen mit Synthesizer und Violine.
Fazit: Mit Wanderlust ist den Amerikanern ihr bislang ausgereiftetes und bestes Werk gelungen. Freunde des abwechslungsreichen USA-basierten ProgRocks à la Spock's Beard und IZZ sollten nicht zögern dieses Werk zu erwerben. Die Cd ist sehr spannend ausgelegt und offenbart eine belustigende Spielfreude der vier Musiker.
Die CD gibt es im

Hinzugefügt: Montag, 16. Mai 2005
von: Daniel EggenbergerWertungen: 


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