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Cosmos - Mind Games

Contact (7.39)
Skygarden (4.11)
Lost years (6.47)
Freak show (5.44)
No point in living (5.44)
Hollow man (4.18)
Paranoia (7.13)
There are millions of reasons to carry on (4.48)
Close to the edge (6.25)
Sequences (8.28)
Lange sechs Jahre sind vergangen seit Cosmos ihr letzes Werk „Skygarden“ auf den Markt brachten. Selten hatte man in der schweizerischen Musikszene so gegensätzliche Echos gehört; die einen fanden das Album grandios, die anderen eine Frechheit, wie man bloss so schamlos von Pink Floyd abkupfern kann. In einem Punkt waren sich die Kritiker aber einig: Cosmos waren top eingespielt und mussten nur noch ihren eigenen Stil finden.
Nun sieht ihr zweites Album „Mind Games“ endlich das Licht der Welt und man bemerkt schon beim Opener, dass Cosmos ihren Sound ausgefeilt haben. Von der ersten Sekunde an, baut sich eine Spannung auf, die bis zum Schluss anhält. Waren bei „Skygaden“ doch noch einige Längen zu vermerken, kommt man musikalisch, aber auch textlich sofort auf den Punkt. Die Psyche des Menschen zieht sich wie ein roter Faden durch die Lyrik. So ist „Mind Games“ ein wohl eher nachdenkliches Album. Da wird nicht um den heissen Brei geredet, denn die Stärke der Worte liegen in ihrer Einfachheit.
Wegweisend unheimlich, eröffnet der Opener „contact“ ein Album an dem die Stärke in der Gefühlslage liegt. Fortschweben heisst das Motto. Fortschweben mit den feinsinnigen Gitarrensoli von Olivier Maier (Gilmour könnte es nicht besser) oder den ästhetisch malerischen Keyboards von Daniel Eggenberger. Mit „Skygarden“ (dem Titelsong des letzten Albums) hat man bereits den zweiten Knaller am Start. Die anfahrenden Gitarrenlinien reissen mich sofort mit. Und wenn man nun meint, das war es wohl schon, wird man mit den weiteren Songs eines besseren belehrt. „Lost Years“ mit seinem bluesigen Touch, oder „Freak Show“ mit dem heiteren leicht psychedelischen Refrain, gewinnen sogar bei einem sehr pedanten Musikhörer. Bei „Freak Show“ übernimmt zudem Sängerin Mirjam Heggendorn zeitweilig den Lead Part, dass dem Album eine weitere Klasse verleiht.
Bei „No Point In Living“ wird man kurz sogar an die 70iger Disco Zeit erinnert, zumindest während den Versen. Beim Refrain driftet man dann gewohnt ab in unendliche Sphären. Der Gesang erinnert mich bei diesem Song etwas an Jeff Lynne von Electric Light Orchestra.
Nach und nach wird einem die toll eingespielte Rhythmus Fraktion bewusst. Bassist Heiko Garrn und Schlagzeuger Reto Iseli sorgen fachmännisch dafür, dass die Maschinerie läuft. Nie zuviel, aber dennoch groovig, spornen sie die Songs voran. Mehr wäre weniger!
Der grosse Höhepunkt ist sicherlich das bedächtig gehaltene „Paranoia“. Sphärisch und geheimnisvoll lädt „Paranoia“ ein, die Melancholie zu geniessen. Das Gitarrensolo und das Keyboard am Ende des Songs bezwingt sogar bei mir Gänsehaut!
Mit dem Instrumental unter dem Bandwurm-Titel „There are millions of reasons to carry me“, zeigen alle nochmals was sie drauf haben. Und zum Schluss glänzt dann noch der längste und groovigste Track des Albums. Neoproggig und verspielt, zeigt „Sequences“ wie Cosmos gewachsen ist.
Ich muss ganz ehrlich sagen: Das neue Cosmos Album hat keine Lückenfüller und wächst von Mal zu Mal. Klar hat es verweise zu Pink Floyd. Das liegt vor allem am Gesang und natürlich am Gitarrenspiel, das doch eine gewisse Ähnlichkeit mit David Gilmour an den Tag legt. Aber wenn’s nicht so wäre, wären es nicht Cosmos. Zudem erinnert mich „Mind Games“ auch an RPWL, Metamorphosis (CH) oder Mangrove (NL). Cosmos muss sich aber vor keiner dieser Grössen verstecken. Zu ausgetüftelt, professionell und vor allem selbstbewusst kommt das neue Album daher. Vor allem hat man aber eine ganz eigene Note gefunden, an der man Cosmos, nun von anderem unterscheiden kann. Wenn man beim nächsten Album die Songs noch etwas mannigfaltiger schreibt ist eine Höchstnote garantiert!
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Hörbeispiele:
http://www.cosmos-music.ch/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=51&Itemid=54&lang=de
Hinzugefügt: Dienstag, 22. Mai 2012
von: Markus GerberWertungen: 



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