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Crucible - Tall Tales

Over the Falls (7.00)
The Poet's Liar (4.49)
Find the Line (4.05)
Lords and Leeches (11.19)
In ancient Tongue (3.05)
Salamander (4.52)
Land for Sale (4.47)
Am Imp's Tale (21.14)

Diese CD zählt zu meiner persönlichen Top Ten. "Crucible" ist mit "Tall Tales" ein sehr melodiöses Album gelungen, dass seine Wurzeln eindeutig in den Siebzigern hat. Die Haupteinflüsse sind natürlich Genesis. Aber hier wird nicht nach Strich und Faden geklont, wie es andere Bands vielleicht tun. Für das sind "Crucible" zu eigenständig. Das Album beginnt mit "Over the Falls". Softe E-Pianoklänge, Orgel und Mellotronsounds kommen zum Vorschein. Dann setzt die Stimme ein. Nach meiner Meinung hat Sänger Bill Esposito eine der besten Stimmen im Prog überhaupt. Ein bisschen erinnert sie an den Iluvatar-Sänger Glenn McLaughlin. Schöne Arpeggio-Gitarren am Schluss, die mich spontan an ihre Landsleute von Heart erinnern. Der nächste Song "Poet’s Liar" scheint dann schon eher dem Folk entsprungen. Der Einsatz der Flöte bringt ein Jethro Tull-Feeling hinein. Guter Song. Das dritte Stück "Find the Line" ist ganz klar Pop, aber im Siebziger-Stil, so dass es schon wieder genial ist. Wer diese E-Pianos-Sounds liebt wie ich, kann das schon gar nicht schlecht finden. Lords and Leeches ist der erste Longtrack. Hier kommen die Genesis-Einflüsse ganz klar zum Vorschein. Aber irgendwie klingt es schon wieder eigenständiger, sogar rockiger. Wieder wahnsinnig geniale Arpeggio-Gitarren, Orgel, Mellotron und Pianosounds füllen dieses über 11 Minuten dauernde Stück. Ich bin jetzt schon einem Progasmus nah, aber das genialste Stück kommt ja erst. Auf den Megahammer "Lords and Leeches" folgt dann ein kurzes Instrumental "In ancient Tongue". Akustische Gitarren, Mandolinklänge und wieder der Mellotron-Chor lassen dieses Stück viel zu schnell vorübergehen. Ganz klar sehr folkig, aber genial. Anschliessend wird mit "The Salamander" ein Progreggae abgeliefert. Wow, dieses Stück hat einen geilen Groove. Bitte mehr davon! Wirklich einfallsreich und gute Lyrics. Darauf folgt mit dem sehr schönen und soften "Land for Sale" eine sehr gelungene Ballade mit ergreifenden Lyrics. Sehr schöne Melodielinien mit den Akustischen Gitarren. Auch das Intro und das mit der gleichen Melodie ausgestattete Outro können mich voll überzeugen. Diese Stück zählt zu einer meiner Lieblingskompositionen. Zum Schluss der Cd wird mit "An Imp’s Tale" ein 21-Minuten-Epos abgeliefert, das Highlight überhaupt. Hier dominieren ganz klar wieder die Genesis-Einflüsse. Zum Teil ist es schon ein bisschen abgekuckt, aber mich stört das überhaupt nicht. Bei diesem Song wird es mir auf jeden Fall nie langweilig. Und zudem ist die Stimme Bill Espositos einfach zu schön. Bei diesem Song kommt auch der Synthesizer ein wenig mehr zum Einsatz, als bei den anderen Songs, wo eher Orgel, Melltron und Piano den Sound dominieren.

Fazit: Definitiv wird hier gut 60 Minuten Prog vom Feinsten angeboten. Vorallem Fans der guten alten Siebziger werden hier ihren Gefallen finden. Auf jeden Fall führt das Album die Top Ten von meinen All-Time-Favourites an.

Die CD gibt es exklusiv im


Hinzugefügt:  Freitag, 21. Januar 2005
von:  Daniel Eggenberger
Wertungen:
zugehöriger Link:  Crucible Fanpage
Hits: 3735
Sprache: deu
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