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Karnataka - The gathering light

The calling (1.59)
State of grace (8.53)
Your world (7.48)
Moment in time (6.53)
The serpent and the sea (10.21)
Forsaken (12.24)
Tide to fall (5.36)
The gathering light (14.12)

Was lange währt …. Man, haben wir lange auf dieses Album warten müssen. Angekündigt war es wohl schon seit 3 oder 4 Jahren. Karnataka beschlossen eigentlich vor einigen Jahren getrennte Wege zu gehen. Die damaligen Mitglieder gründeten angesagte Bands wie The Reasoning oder Panic Room, nur Bassist Ian Jones blieb allein zurück und ringte sich durch, das alte Schiff auf neuen Kurs zu bringen mit komplett neuer Mannschaft. Ein solches Unterfangen ist natürlich immer waghalsig, zumal erstens die Stimme der ehemaligen Sängerin Rachel Jones bzw Cohen und zweitens die Gitarrensoli so ein wichtiges Markenzeichen der ehemaligen Band war. Ian Jones und seinen neuen Mitstreiter, darunter die fulminante Lisa Ford am Gesang und Flöte und dem nicht unbekannten Gonzales Carrera (ex-Landmarq, ex-Fragile, ex-Galadriel) an den Tasten, ist aber ein überzeugendes Comeback-Album gelungen. Und die Musik lässt sich hören. Ich kann schon mal alle Fans der alten Stunde beruhigen. Der Karnataka-Sound ist nach wie vor vorhanden. Das ganze klingt für meine Ohren sogar etwas bombastischer und ideenreicher als je zuvor. An der Gitarre überzeugt Enrico Pinna. Seine Soli vergehen wie Zucker auf der Zunge und sind einfach nur wunderschön. Mit Lisa Ford steht zudem eine aussagekräftige Stimme am Start. Ihre Stimme ist nicht weit weg von derer Rachel Jones‘ und hat sogar einen kleinen Jennifer Rush-Schuss in sich. Im Gegensatz zu den alten Karnataka sind auch vermehrt Folk-Einflüsse auszumachen, die vorallem durch Troy Donockley’s Uillean Pipes-Spiel getragen werden. Anspieltipps sind das grossartige, recht proggige Insrumental State of grace, das monunentale Meisterwerk Forsaken mit dem ruhigen auf Cello getragenem Intro bzw Outro und dem dazwischen gelegenen Hammer-Gitarrensolo sowie dem Titeltrack, der auch von IONA geschrieben sein könnte.
Fazit: Ein tolles überzeugendes Album mit Ohrwurm-Melodien und Gänsehaut Faktor. Für die einen wird es vielleicht etwas zu wenig progressiv sein, für die anderen, vorallem die NeoProgger und die Anhänger von IONA könnte dieses Album aber ein ganz heisser Tipp sein. Für mich um Längen besser als das praktisch parallel dazu veröffentlichte neue Panic Room Album sowie alles was The Reasoning fabriziert haben. Beide Daumen hoch und ein Anwärter auf die Top Ten von 2010. Ich mag dieses Album sehr. Seid ihr weniger auf dem Melodic Rock Trip, dann zieht ein paar Sterne ab aber für mich persönlich ein Top-Album.


Hinzugefügt:  Samstag, 13. Februar 2010
von:  Daniel Eggenberger
Wertungen:
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