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Cross - The Thrill of Nothingness

Universe inside (7.44)
Animation (4.47)
Innocence (11.46)
Hope (4.20)
Chameleons (9.01)
Magnifico Giganticus (5.00)
Eternity (12.20)
Cd 2 (nur limited Edition)
Love (0.43)
Superstition (3.51)
Bläckfisken (8.47)
Nothing yet something (0.13)
Shake your enslaver (7.36)
Flumination (1.05)
Rhiannian daey (19.37)
In den letzten Jahren hat Hansi Cross auf seinem Label Progress Records so einige Perlen veröffentlicht. Doch nun ist der Chef selbst mal wieder an der Reihe. Satte 5 Jahre sind vergangen seit dem letzten Output Playgrounds. Dabei ist das aktuelle Werk eigentlich schon rund 2 Jahre alt. Wie es manchmal so ist im Leben, kommt alles anders. Bei einer Konzertveranstaltung erlitt Hansi einen Gehörsturz. Das Projekt Cross wurde schliesslich vorübergehend ad acta gelegt.Nicht sicher, ob dieser Zustand sich je wieder bessern würde, suchte er nach Möglichkeiten, sein Musikerdasein nicht aufgeben zu müssen. Mit einer speziellen Therapie gelang es ihm schliesslich Schritt für Schritt einen Normalzustand heran zubringen. Dabei gab es immer wieder Phasen, wo er nicht länger als ca. 30 Minuten am Album arbeiten konnte. Danach verlangte das Gehör wieder Schonung. Doch diese dunkle Zeit ist nun Vergangenheit und zusammen mit Hansi dürfen auch wir Publikum uns auf ein grossartiges Album freuen. The Thrill of Nothingness versprüht diesen typischen Charme, den Cross’Alben schon immer inne hatten, zumindest diejenigen ab Visionary Fools. Cross’s Musik ist am ehesten dem NeoProg zuzuschreiben, obschon man ganz klar erwähnen sollte, dass zwischendurch auch mal ein paar schrägere Töne angeschlagen werden. An Hansi’s Seite agieren auch weiterhin die langjährigen Weggefährten, Drummer Tomas Hjort und Bassist Lollo Andersson. Dazu gesellt sich neu Göran Johnsson an den Keyboards, dessen Name aber nicht unbekannt sein dürfte, spielte er doch in diversen Bands mit im Umfeld von Progress Records Artisten (Galleon, Grand Stand, Spektrum). Typisch Cross-mässig beginnt das Album mit Universe inside. Keyboards sprühen Atmosphäre und sind für die Richtung des Songs verantwortlich während der harte und stets dominante Bass für Dynamik sorgt. Einzigartig Hansi Cross‘ Gitarrenspiel, den ich gerne als den schwedischen Gilmour bezeichnen würde. Eine Perle auf The Thrill of Nothingness ist das knapp 12-minütige Innocence, dass fast gänzlich instrumental daherkommt. Keyboards und Gitarre wechseln sich in Themen und Soli ab. Die verwendeten Sounds sind zwar typisch: z.B ein Tastensolo-sound ist auch auf Secrets und Playgrounds zu hören und demnach sowas wie ein Markenzeichen der Band. Als Keyboardfreak mag ich die Klangfarben sehr. Vorallem die brassartigen Sounds erinnern mich an selige Oberheim-Zeiten (Marke eines Synthesizer-Herstellers). Das kurze und ruhige sehr sphärische Instrumental Hope beginnt mit einem schönen Gitarrensolo, dessen Inspiration sicher nicht weit von Floyd liegt. Man merkt dem Album an, dass viele Arbeitsstunden drinstecken. Es gibt immer wieder kleine Details zu entdecken. Das grosse Plus ist aber Hansi’s Können in Sachen Kompositionskunst. Zwischendurch neigt er doch mal zu disharmonischeren Akkordfolgen wie z.B im Instrumetal Magnifico Giganticus, nur um dann gleich ein sehr melodisches Gitarrenmotiv folgen zu lassen. Mit dem abwechslungsreichen Longtrack Eternity endet die 55-minütige Reise. Die limitierte Auflage trumpft mit weiteren 42 Minuten Musik auf, wobei vorallem das Instrumental Bläckfisken erwähnenswert ist. Der Longtrack Rhiannan daey ist vorallem für die Gitarrenfans lohnenswert. Die zweite Cd versteht sich in der Tat mehr als Bonus und weist mehrheitlich Outtakes aus. Die Songs sind gut, kommen aber ganz klar nicht an die Haupt-Cd ran.
Fazit: The Thrill of Nothingness erfindet sicher auch kein Rad neu, überzeugt aber mit spritzigen Ideen und Melodien. Wiederum ein sehr überzeugendes NeoProg-Album, dass aber viele Veröffentlichtungen aus diesem Bereich in diesem Jahr definitiv hinter sich lässt. Ich vergebe selten die Höchstpunktzahl aber bei Cross mache ich es gerne, da die Musik überzeugt, mich glücklich macht und ich Hansi als Person und Musiker sehr schätze. Kaufrausch!
Hinzugefügt: Dienstag, 17. November 2009
von: Daniel EggenbergerWertungen: 



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