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Chain - Chain.exe

Cities (38.08)
She looks like you (4.52)
eama hut (9.51)
never leave the past behind (10.18)
hot to cold (6.33)
last chance to see (10.12)
In vergangener Zeit gab es jede Menge Projekte im ProgRock-Sektor, wobei sie allerdings in zwei Lager geteilt werden können. Zum einen sind da Einzelpersonen, die das Album schreiben und dann Gastmusiker und Sänger einladen wie z.b Ayreon aber auch Bands, die einfach mit Gästen aus verschiedenen Musiksparten zusammenarbeiten und somit einen Projektcharakter wiederspiegeln.
Chain ist ein Werk eines Amerikaners mit deutschen Wurzeln: Henning Pauly. Um ihn gesellt sich ein fester Stamm aus Matt Cash (Vocals), Stephan Kernbach (Keys), Christian Becker (Bass) und Eddie Marvin (Drums). Der Meister himself spielt Gitarre, Keyboards, Bass und zeichnet sich für verschiedene Arrangements verantwortlich. Bis jetzt ist die Konstellation noch nicht besonders aufregend, wenn ich aber erwähne dass Mike Keneally noch Gesang und Gitarre beisteuert sowie ein gewisser Michael Sadler sich für verschiedene Gesangspart im längsten Track Cities verantwortlich zeigt, dann werden einige ihre Ohren spitzen. Nun, dadurch wachsen die Erwartungen enorm. Ich muss gestehen, dass beim ersten Hördurchgang der Cd sie nicht erfüllt wurden. Allerdings schaffte mich die Produktion auch ziemlich, sprich ich war ein wenig überfordert. Cities ist doch ein sehr komplexer Song, der zwar immer wieder einige simple Passagen beinhaltet, ansonsten sich aber doch recht heavy und abwechslungsreich offenbart. Was immer interessant ist bei diesen sogenannten Projekten mit verschienenen Sängern ist die Vielfalt sowie die Abwechslung der Stimmen. Bei Chain ist es immer schön wenn Michael Sadler einen Part übernehmen darf, wenn aber der Band eigene Sänger seinen Mund aufmacht muss ich meistens die Nase etwas rümpfen. Nun, schlecht präsentiert sich seine Organ natürlich nicht, aber ich habe stellenweise das Gefühl, dass er den Ton nicht ganz trifft, dazu finde ich halt Heavy-orientierte Vokalisten nicht besonders anziehend. Nun ja, die Musik wiederspiegelt dafür einen einzigartigen Gegenpol. Auch wenn es zum Teil sehr komplex und hart zugeht, ist aber vorallem instrumental das Album ein grosser Erfolg. Das hohe Niveau des Epic Cities können die nachfolgenden Tracks nur teilweise halten. Vorallem Eamu Hut, der schon enorme progmetallische Reize annimmt, kann im mittleren Teil mit gelungenen Keyboards-und Gitarrenduellen überzeugen. Mit Hot to Cold ist übrigens eine Coverversion von Saga vorhanden, die wie nicht anders zu erwarten von Michael Sadler höchstpersönlich gesungen wird, allerdings im Duett mit Matt Cash. Die Version hält sich ans Original, klingt aber härter und weniger keyboardgeschwängert. Ganz nett anzuhören, ich persönliche bevorzuge allerdings das Original. Ganz gut gefällt mir der Schlusstrack Last Chance to see.
Fazit: Chain treffen nicht ganz meinen Geschmack, das Album weiss aber trotzdem mich stellenweise zu unterhalten. Die Platte ist meiner Meinung nach auf den Gitarristen abgerichtet, sprich Henning Pauly. Sie klingt amerikanisch, ist eher heavy orientiert, bietet aber viel Abwechslung. Freunde von progmetallischen Klängen werden durchaus ihre Freude an der Scheibe haben, allen anderen rate ich aber zuerst eine Hörprobe zu tätigen.
Hinzugefügt: Samstag, 09. Oktober 2004
von: Daniel EggenbergerWertungen: 
zugehöriger Link: Chain-InfoHits: 908
Sprache: deu