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Combination Head - Progress?

New City (5.08)
Glass and Steel (4.10)
Liquid (5.41)
Smoking Tree (2.19)
Future Wisdom (3.36)
Anthem (4.09)
Solid Ground (5.19)
Tomorrow's World (4.41)
The Great Escape (4.11)
Cloud Cover (5.08)

Als Musikkonsument und Kritiker lege ich wert darauf, dass ein angehörter Tonträger Spass verbreitet und ein wohlwollendes Gefühl hinterlässt. Nicht wenig, bekomme ich Futter zugesandt, bei dem ich wohl zugeben muss, dass die beteiligten Musiker talentiert und es technisch voll drauf haben, aber bei denen mir die Seele fehlt. Gottseidank gehört Combination Head nicht dazu. Schon ihr instrumentales Debüt wusste mir auf Anhieb zu gefallen. Ihr Mix aus ELP und Camel, oder anders gesagt klassisch orientierten Stücken und JazzRock sprach mich sehr deutlich an. Progress heisst nun der neue Silberling und soll nun sowas wie ein Fortschritt der Bandhistorie sein. Betrachtet man es genau, ist es auch tatsächlich so. Waren auf dem Debüt gerade mal 4 Musiker beteiligt (1 Keyboarder, 1 Gitarrist/Bassist und 2 Drummer) gesellen sich nunmehr 2 weitere Musiker dazu, die auch am Songwriting mitmischen sowie 3 Sänger/innen. Dazu übernimmt einer der Musiker ebenfalls bei drei Stücken die Lead Vocals. Was dabei rauskommt ist eine interessante Mischung zwischen ELP, Camel, Asia und Alan Parsons Project. Das letztere vorallem wegen den vielen beteiligten Musikern. Progress ist ein Scheibchen, bei denen sich die instrumentalen, etwas anspruchsvolleren Stücken mit den kommerzielleren, gesungenen Songs abwechseln. Wobei die erste Hälfte der Cd mehr Gewicht auf die textlosen Songs legt. Wer kommt auf seine Kosten? Da wären mal die Keyboard-Freaks unter euch zu erwähnen, denn Hauptsongwriter, Bandchef und Tastenvirtuose Paul Birchall hält ganz klar auf dem gesamten Album das Zepter in der Hand. Seine emersonsche Synthi-und Hammondkunst versetzt mich immer wieder ins Staunen. Desweiteren finde ich das Sound Design seiner Klangfarben sehr ansprechend. Die verschiedenen Vokalisten sorgen für Abwechslung: die weiche Stimme von Gitarrist Gareth Moulton bei 3 Songs, das rauchige, bombastische Organ von Neil Fairclough bei Anthem, die passende rockige Röhre von Nick van Eede (Cutting Crew) bei Solid Ground sowie die freche, rotzige Kratzeisenstimme von Sheila Gott (was für ein Nachname!) beim Rocker The Great Escape.
Progress ist eigentlich nichts weiter als ein Rockalbum mit progressiven Einflüssen, klever arrangiert und umgesetzt. Mir macht diese Musik aber deutlich mehr Spass, als menge andere heruntergefidelte Ware. Anspieltipps: der Opener New City und auch die anschliessende Hammerballade Glass and Steel.


Hinzugefügt:  Donnerstag, 24. Januar 2008
von:  Daniel Eggenberger
Wertungen:
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Hits: 956
Sprache: deu
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