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Galahad - Empires Never Last

1. De-Fi-Ance (Instrumental) (5:45)
2. Termination (7:14)
3. I Could Be God (13:59)
4. Sidewinder (11:00)
5. Memoirs Form An African Twin (Instrumental) (4:02)
6. Empires Never Last (9:06)
7. This Life Could Be My Last (9:18)

Total Time: 60:24


Die Geschichte eines Albums, wie sie wohl nur der Prog schreiben kann:
Als Galahad im Herbst des letzten Jahres ihre erste DVD "Resonance" herausbrachten, staunte man nicht schlecht über die Setlist, denn über die Hälfte der dargebotenen Songs waren gänzlich unbekannt, stammten sie nämlich vom neuen Album mit dem Titel "Empires Never Last". Angekündigt war die Platte auf Ende 2006, das Mastertape war unter Dach und Fach, fehlte eigentlich nur noch das passende Label. Doch wie das halt im Business so ist, hatte man kein Interesse. In der Zwischenzeit konnte man bei der Band eine Tour-Edition des Albums ordern, ohne Artwork, mit der Option auf das Originalalbum.
Warum ich diese ganze Geschichte erzähle? Nun, im Sommer 2007 war es endlich soweit, "Empires Never Last" erschien offiziell bei Avalon Records (wohl nicht gerade der erhoffte Majordeal, aber immerhin) und ist für alle Progheads zugänglich.
Und das ist gut so, denn Galahads neuester Streich ist ein Prog-Geheimtipp schlechthin, ein kleines Meisterwerk, das dem totgesagten Neo-Prog-Genre neues Leben einhaucht!
Wie das gelingt? Geschickt vermischen die Jungs moderne Sounds mit metallischen Gitarren, knackigen Bässen und gewohnten Neo-Prog-Strukturen. Das ganze kommt in einem wuchtigen Produktionsgewand daher, für das Threshold-Gitarrist Karl Groom verantwortlich zeichnet.
Will man einen Song herausgreifen, so fällt meine Wahl ohne Frage auf das geniale „I Could Be God“. Für mich der Inbegriff eines Progsongs, in sich geschlossen, mit verschiedenen Stimmungsmomenten und einem raffinierten Aufbau. Der technoide Keyboardsound am Anfang, die dramatitsch-beschwörende Stimme von Stuart Nicholson, einprägsame Refrains, dann der ruhige Mittelteil mit Sprachsamples von Martin Luther King („I had a dream...“), der in einen packenden, Gänsehaut erzeugenden Instrumentalteil übergeht. Textlich werfen Galahad einen zynischen Blick auf die Menschheit und die Religion, musikalisch schaffen sie ein Highlight der Bandgeschichte.
In eine ähnliche Kerbe schlägt der zweite Longtrack „Sidewinder“, wo Präsident Bush sein Fett abkriegt und mit einer Auswahl seiner dümlichsten Zitate gewürdigt wird. Untermalt wird das ganze von einem kongenialen, sich wiederholenden Gitarenlick, einem Schuss Progmetal, wiederum tollen Refrains und ein cooles Gitarrensolo am Schluss.

Fazit: „Empires Never Last“ ist erfrischend moderner Neoprog, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Progmetal. Proggerherz, was willst du mehr?


Hinzugefügt:  Freitag, 03. August 2007
von:  Roman Stalder
Wertungen:
zugehöriger Link:  Galahad - Myspace-Site
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