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Xang - Last Of The Lasts

Tracklist:
01. Sacrifice (12:14)
02. On leave (6:44)
03. Verdun (11:11)
04. Sons of the Empire (3:44)
05. Mud (3:38)
06. Roomates (5:13)
07. Trenches (6:32)
08. Gas (8:13)

Xang are:
Manu Delestre - Drums
Antoine Duhem - Guitars
Matt Hooge - Bass
Vincent Hooge - Keyboards

7 Jahre war es nun ruhig um das französische Progrock-Quartett XANG, welches beim Schweizer Label Galileo Records unter Vertrag steht.
Mit "Last of the lasts" melden sich Xang nun zurück mit einem Konzeptalbum über den ersten Weltkrieg und haben sich damit einer eher düsteren Thematik angenommen. "Last of the lasts", der Titel wiederspiegelt die Hoffnung der damals Beteiligten, dass es sich um den letzten Krieg dieser Art gehandelt hat. Tja, wir wissen es mittlerweilen besser.
Es empfiehlt sich unbedingt auch das Booklet anzuschauen, denn da die Musik nach wie vor rein instrumental gehalten ist, bietet es mit Illustrationen (mit Bildern von verschiedenen Friedhofen in Frankreich) und informativen Texten, die zu jedem einzelnen Song stehen, eine Art Lyrics-Ersatz.
"Sacrifice" eröffnet das Album mit spanisch anmutenden Harmoniemotiven, die dann von einem düsteren Bass unterbrochen werden, bevor es dann mit düsterem Keyboard, bratziger Gitarre und rhytmisch aggressiver Zusammenarbeit zwischen Bass und Drums weitergeht.
Sowieso bieten Bassist Matthieu Hooge und Schlagzeuger Manu Delestre, welcher seinen Militärdienst in Verdun absolviert hat und so auf die Thematik aufmerksam wurde, mit ihrem Spiel die düstere Grundlage für die Songs.
"On Leave" ist dann ein spannend arrangierter Jazzrock-Song, abwechselnd zwischen ruhigen und rockigen Momenten. Gefällt mir ausgesprochen gut!
Über "Verdun" liegt Unheil, musikalisch wird das zwar am Anfang durch sehr harmonische Melodien versteckt, doch je länger der Song dauert, desto mehr spürt man, was für Schrecken damals über die Soldaten hereingebrochen sein muss. Sehr clever und gekonnt arrangiert! Erinnert mich von der Komposition her ein bisschen an Stücke des Debütalbums wie zum Beispiel "Bitterness".
"Mud" geht in Richtung Dream Theater, mit Progmetal-Gewitter und verzerrten Keyboard-Sounds. Um die Stimmung dann wieder etwas zu beruhigen, folgt mit "Roommates" ein klassischer Neo-Prog Song, mit tollem Gitarrensolo am Schluss.
"Trenches" ist dann eine Mischung aus Neo-Prog und Progmetal-Elementen, wobei es vor allem am Schluss sehr wild zu und her geht.
"Gas" schliesst das Album und erinnert mit seiner schwebenden Atmosphäre fast ein bisschen an frühere Porcupine Tree.

Fazit: Xangs zweites Album ist ein düsteres Konzeptalbum geworden, dass dem Hörer einiges abverlangt, wer sich aber darauf einlässt, erhält packend arrangierte Musik, die sich wie gewohnt irgendwo zwischen Neo-Prog und Progmetal bewegt.
Die CD ist im Proggies Webshop erhältlich.


Hinzugefügt:  Sonntag, 07. Januar 2007
von:  Roman Stalder
Wertungen:
zugehöriger Link:  Galileo Records - Label von Xang
Hits: 546
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