Viele der hier besprochenen CDs und DVDs können direkt im
[ proggies Webshop ] bestellt werden
Prisma - Collusion

Prisma - Collusion
Marc Müllhaupt - Bass
Michael Luginbuehl - Gesang
Valentin Grendelmeier - Gitarre
Anfdreas Wettstein - Schlagzeug
1. Paragon
2. Feeling
3. Over Bodies
4. Head Trip
5. Maslow
6. Glide In
7. Inner Circulation
8. Normal State
9. Passion
10. Sield Land
11. Genuis
12. Perseverence
Mit Prisma schickt sich eine Band aus der Schweiz an, in den Gewässern von Tool zu wildern. "Collusion" ruft zumindest ein Ausrufezeichen hervor und ist gewissermaßen das Debütalbum dieser Formation aus dem Aargau, die schon seit 2002 existiert.
Der Opener "Paragon" beginnt ganz harmlos mit einem kurzem Intro, bei dem die Streicher vom Opernhaus Zürich zu hören sind, die bei diesem Album mit einbezogen wurden. Kurz darauf sind ein paar Akkorde einer Gitarre zu hören, bis nach ein paar Takten die anderen Instrumente brachial hereinbrechen. Spätestens hier denkt man unwillkürlich an Tool, wobei Prisma ein Spur weniger extrem zu Werke geht. Das geht eher in Richtung härtere Porcupine Tree, was man vor allem beim zweiten Track "Feeling" heraushören kann. Der Mix aus harmonischem Sound und harten Riffs finde ich hierbei sehr gelungen. Was mir besonders auffällt, ist das äußerst druckvolle Schlagzeugspiel mit dem knarzendem Bass. Der Gitarrensound driftet teilweise in psychedelische Gefilde ab. Richtig krachen lassen die Jungs beim dritten Track "Over Bodies". Da klingt die Stimme leicht verzerrt, als käme es aus dem Megaphon. Das ist nun wirklich ein harter Brocken, an dem man zu knabbern hat.
Die Wechsel zwischen Ruhe und Härte zieht sich wie ein Roter Faden durch das Album, wobei auch der Rhythmus sehr oft wechselt, ohne dabei den Faden zu verlieren. Das allein reicht für mich schon aus, die Musik von Prisma als Prog zu bezeichnen. Die Songstrukturen stehen hierbei mehr im Vordergrund als Melodien. Schöne, atmosphärische Gitarrensoli sind hier und auch mal zu hören, die aber auch nur sparsam eingesetzt werden und dadurch eine intensivere Wirkung erzielen. Einige Tracks finde ich schon etwas extrem, aber es sind durchaus einige Perlen vorhanden, allen voran "Normal State", das ich schlichtweg genial finde. Könnte genauso gut von Porcupine Tree stammen.
Es ist natürlich kein Album, wo man sich entspannt zurücklehnen kann, da man bei Collusion doch sehr gefordert wird. Es braucht schon einige Durchläufe, um es zu erfassen. Wer aber Tool & Consorten mag, kann damit etwas anfangen. Wobei ich anmerken muss, dass ich mit Tool bis heute nicht zurechtkomme, aber vielleicht helfen mir Prisma, endlich Zugang zu Tool zu verschaffen...
Hinzugefügt: Samstag, 11. November 2006
von: Matthias KlaiberWertungen: 


zugehöriger Link: PrismaHits: 1653
Sprache: deu