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Glass Hammer - Shadowlands

So Close So Far (9.50)
Run Lisette (10.30)
Farewell to Shadowlands (7.50)
Longer (9.55)
Behind the great beyond (20.26)
Bereits nach knapp einem Jahr legen die Amerikaner Glass Hammer das Folgealbum zum viel umjubelten LEX REX vor. Wiederum fährt die Band, um die zwei Masterminds Fred Schendel und Steve Babb, ein Heer von Tasteninstrumenten auf. Liebhaber von Moog, Hammond, Mellotron und diversen E-Piano-Klängen kommen voll auf ihre Kosten. Selbst eine gewaltig soundende Kirchenorgel erhält einen bombastischen Gastauftritt, vorallem beim zweiten Stück RUN LISETTE, welches mich von der Art her ein wenig an Yes' Awaken erinnert. SO CLOSE, SO FAR, beginnt mit stakkato-artigen Akustik-Gitarren. Uptempomässig leitet man mit schönen Moogsoli ein instrumentales Thema ein und schon bald hören wir den typischen Glass Hammer- Harmoniegesang, diesmal allerdings verstärkt durch die zauberhafte Stimme Flo Paris'. Uebrigens spielen Babb und Schendel bis auf Violine und Cello alle Instrumente selbst, ausnahmslos bei allen Stücken. RUN LISETTE erinnert stark an Yes, seien es die Bassläufe, die Pedal-Steel-Gitarre oder eben die wuchtige Orgel. Mit dem Geigeneinsatz tauchen wir sogar ein wenig in die Welt ihrer Landsleute Kansas ein. Ein langes sehr symphonisch gehaltenes Intro eröffnet die kürzeste Nummer FAREWELL TO SHADOWLANDS. Der Gesang hält sich für einmal stärker zurück und lässt den Instrumentalisten sehr viel Spielraum sich auszutoben. Tolle Nummer. LONGER ist die einzige Komposition, die erstens nicht neu ist und zweitens auch nicht von Babb und Schendel verfasst wurde. Lustigerweise gefällt mir dieses Lied sogar am besten, denn Glass Hammer's Interpretation ist einmalig. Sehr einprägsame Melodien und der Bombast hält sich für einmal in Grenzen. Das Epic BEHIND THE GREAT BEYOND beginnt mit einer Art Kammerorchester. Dann wird wieder der typische Glass Hammer Tastenbombast angeschleppt: Hammond, Mellotron und Moogsoli en masse. Tolle Melodien jagen einander. Der Gesang weiss mir hier ebenfalls sehr gut zu gefallen.
Fazit: Glass Hammer werden von Album zu Album immer besser, obwohl ich gleichzeitig behaupten möchte, dass SHADOWLANDS das Vorgängerwerk LEX REX nicht unbedingt übertrifft. SHADOWLANDS steht aber keinesfalls im Schatten dessen. Wer auf gut gemachten RetroProg im Yes und ELP-Stil mit Tastendominanz steht, sollte dieses Album keinesfalls übergehen.
Hinzugefügt: Samstag, 06. März 2004
von: Daniel EggenbergerWertungen: 



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