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Celestial O'euvre - Second Chance

Zeitgeist (6.20)
Black flower (9.24)
Off the rails (8.18)
Courage (3.08)
To be alone (9.55)
Riding the brakes (4.32)
In the water (4.52)
Stones of beauty (4.29)
Second chance (4.33)
Touch (4.48)
Was für ein Bandname, sich die Jungs da ausgesucht haben? Sicher nicht gerade verkaufsfördernd. Nun ja, die Musik ist da zum Glück schon erfreulicher. Die Band aus New York musiziert im Stile des typisch amerikanischen Mainstream ProgRock. Ein bisschen AOR, Hard Rock, Harmony Vocals, Tempiwechsel, Frickelsolis, so das übliche, was es braucht, um heutzutage eine moderne ArtRock-Scheibe zu produzieren. Die hohe Stimme Joe Acaba's tut sein übriges, um teilweise mit Yes verglichen zu werden, ohne jeweils deren Klasse zu erreichen. Musikalisch werden immer wieder ganz tolle Passagen geboten. Vorallem der Opener Zeitgeist beginnt ganz vielversprechend. Mit einem gut gemachten Radio Edit könnte daraus sogar etwas Airplay herausgeholt werden. Black Flower ist ein Rocker mit Heavy Riffs, Orgelflächen und tollen Synthisoli. Wirklich tolle Sounds, die da Multiinstrumentalist Jose Damien ausgesucht hat. Leider haben viele amerikanische Neo Proghelden das Talent einen Solo-und Rhythmuswechsel-Overkill herbeizuzaubern. Bestes Beispiel ist dafür Tim Morse. Da passiert manchmal so viel in 6 bis 8 Minuten Spielzeit, dass die Songs nicht genug Raum bekommen zu atmen. So auch bei Celestial O'euvre, auch wenn deutlich weniger extrem. Beim ersten Mal durchhören der Cd legte ich schon nach einigen gespielten Songs, das Album wieder frustriert in den Schrank. Doch nun bin ich bereits beim dritten Anlauf angelangt und mir gefällt die Musik je länger je mehr. Aber man muss irgendwie einfach in der Stimmung sein. Songs wie Off the Rails und To be alone offenbaren einen wunderbaren, abwechslungsreichen Progressive Rock, der unterhaltsam gestaltet ist. Ein wenig gewöhnungsbedürftig wären allerdings Acaba's Vocals-Arramenents. Manchmal scheint mir als sei ein mehrstimmiger Gesang nicht immer die richtige Wahl. Ganz gut kommt seine Stimme aber bei der Pianoballade Courage.
Fazit: Die Jungs sind alle sehr talentiert und haben ein ansprechendes Produkt eingespielt. Leider denke ich, wird der Absatzmarkt von dieser Art Rockmusik sich auf wenige fanatische Prog-Rock-Sammler reduzieren. Die ProgRock-Szene ist ja mittlerweilen auch ein wenig unübersichtlich geworden und so stechen halt die etwas unwichtigen Alben so gut wie gar nicht heraus. Second Chance ist ein Album, dass man haben kann aber nicht muss. Die Cd ist bei JustforKicks erhältlich.
Hinzugefügt: Sonntag, 02. April 2006
von: Daniel EggenbergerWertungen: 

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Sprache: deu